Ilona Weirich - Gesichtspunkte

An der Nase des Mannes….

Die Psycho-Physiognomik ist ein zuverlässiges Instrument um das Wesen, die Bedürfnisse und Talente zu entschlüsseln. Physiognomische Kenntnisse machen den Umgang mit uns selber und den Mitmenschen leichter.

Hat tatsächlich die Form und Beschaffenheit des Gesichtes Einfluss auf unsere Partnerwahl? Es gibt unzählige Tests, aber sagen diese tatsächlich etwas über die Libido unseres Partners?

Treue oder Untreue?

Dazu habe ich gefunden:

  1. Buschige Augenbrauen stehen für Leidenschaft.
  2. Stechender Blick für fehlende Liebesfähigkeit.
  3. Wulstige Unterlippe für niederen Instinkt und egoistische sexuelle Begierden
  4. Ein schwaches Kinn für fehlende Treue zu Partner.

Na, dann liebe Damen schnell geguckt und entschieden. Wenn es doch wirklich so einfach wäre!

In einer Fernsehsendung eines Physiognomik-Kollegen vor vielen Jahren wurde gesagt, dass ein breiter Nacken geradezu dazu auffordert, fremd zu gehen. Der Mann kann nichts dafür, es ist angelegt. Aber ist das tatsächlich so?

Was will ich? Was brauche ich? Wie will ich es?

An erster Stelle geht es immer um die Klärung folgender Fragen: Was brauche ich für mich? Habe ich gern einen gegelten Macho und Fremdgeher – sprich, der genügend Zündstoff bietet, was sicher auf die Dauer anstrengend ist, oder brauche ich jemanden, der mir Sicherheit und Vertrauen bietet, also Klebstoff, etwas was möglicherweise nach der Werbephase langweilig wird.

Es sollte in der Partnerschaft und Sexualität an erster Stelle um meine eigenen Neigungen gehen. Entscheidend hierbei:

Kann ich diese Neigungen mit meinem Partner leben?

Intelligenz und einen leckeren Geruch finde ich sexy. Jede Frau hat ihre Vorlieben, was das Äußere betrifft. Freundinnen von mir stehen auf schöne Ohren, andere auf weiche Lippen. Doch all dies sagt nichts über die Sexualität aus.

Lippenlust, Lippenfrust

Volle Lippen wollen viel, gleich und sind lustbetont. Ist dann aber eine kleine Nase hier im selben Gesicht vorhanden, oder die unbewussten Triebe am Nacken sind durch Prägung aus der Kindheit vernachlässig, dann gibt es innere Widerstände. Wollen, ja, aber!

Große Nasen haben Dauerenergie, wollen sich präsentieren und der Held sein. Vielleicht hängt gerade bei diesen Menschen ein Spiegel hinter dem Bett (zur eigenen Beobachtung). Sitzt aber ein verzögerter Tatimpuls am Kinn, so passiert erstmal nichts.

Oder hat jemand eine Stupsnase und entscheidet nach Lust und Unlust, hat immer neue Ideen, aber der Tatimpuls ist stark und die Ohren (groß) mutig, so könnte dann auch die Sexualität sein.

Also kann Frau nicht von einzelnen Arealen im Gesicht auf Größe, Emsigkeit, Praktiken, Lust des Partners schließen.

Möchte ich einen Tausendsassa mit viel Zündstoff? Oder jemanden, der seine Schuhe ordentlich vor dem Bett auf Spanner zieht? Vielleicht doch lieber einen, mit dem ich Brainsex betreibe? Wäre mir ein introvertierter Mann lieber?  Wie wäre es mit einen einem Meister der Tarnung?

Das müssen wir Frauen für uns klären. Oder vielleicht von allem etwas? Fragen über Fragen. Als Physiognomin kann ich da leider wenig dienlich sein. Schauen Sie auf Ihr Herz, Ihre Begehrlichkeiten und finden Sie den, der Ihre Bedürfnisse erfüllt für eine Nacht oder fürs Leben, wenn Sie wissen, was SIE wollen.

Der Mund möchte nicht immer sprechen! Aber vielleicht die Ohren?

Noch kurz zum Reden. Ja, auch über das über Sex reden. Wenn ich eher eine verschlossene Persönlichkeit habe, es ist also kein Sprechsinn oder Entäußerungsdrang zu sehen an Augen und Ohren, wie soll der Partner dann wissen, was ich brauche?

Okay, zeigen ginge auch noch, aber dazu muss ich mich erst gut kennen.

Da sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema Selbsterkenntnis und Überwindung. Aber das ist eine andere Geschichte.